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AST – Angebot in Griesheim verbessern und ausweiten

Fraktion

ast-Haltestelle

Innerstädtische Mobilität hier und jetzt verändern

Seit 2005 betreibt die Stadt Griesheim das Anrufsammeltaxi (AST), mit dem Personen von den AST-Haltestellen zu Zielen innerhalb der Stadt gefahren werden. Vor der Einführung des AST gab es ausführliche Untersuchungen und ein Gutachten eines Planungsbüros, das die Machbarkeit und die Kosten eines Bussystems in der Stadt untersuchte. Auf Basis dieses Gutachtens entschied sich die Stadtverordnetenversammlung für die Einführung eines Sammeltaxis, da diese Lösung nicht nur den Bedürfnissen vieler Bürgerinnen und Bürger gerecht wurde, sondern auch mit erheblich weniger Kosten für die Stadt zu verwirklichen war.

Im Laufe der Jahre hat sich das AST-System in unserer Stadt fest etabliert und ist zu einem wichtigen Mobilitätsfaktor geworden. Insbesondere ältere Bürger berichten, dass ihnen das AST eine große Hilfe ist bei der Bewältigung täglicher Wege zum Arzt, Einkaufen oder zum Besuch von Freunden.

Für die nächste Stadtverordnetenversammlung hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingebracht, eine Neukonzeption für den Betrieb des Anrufsammeltaxis (AST) zu entwickeln mit dem Ziel, das Angebot für die Verbindungen innerhalb der Stadt zu verbessern.

„Das AST wird gut angenommen, denn wir haben ca. 9000 Nutzer/innen pro Jahr“, erklärt Niko Tsalikis, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität. „Das heißt, das System ist bekannt und eingespielt, aber es wird oft von Bürgerinnen und Bürgern kritisiert, dass die Betriebszeiten zu kurz sind.“ Die Kosten der Stadt für dieses Angebot liegen z.Zeit bei ca. 65.000€/Jahr, die damit sehr überschaubar sind. Vergleicht man andere Kommunen, so geben diese (z.B. Pfungstadt) wesentlich mehr Geld aus für ihre innerstädtische Mobilität bei gleichzeitig auch sehr viel längeren Betriebszeiten. In Pfungstadt fährt z.B. der AST von morgens um 5 Uhr bis nachts um 1 Uhr, sowie darüber hinaus auch am Wochenende.

In der Diskussion um den Nahverkehrsplan der DADINA, über den im Moment in allen Kommunen im Landkreis beraten wird, haben sich in Griesheim alle Fraktionen – auch die SPD - dafür ausgesprochen, die Einführung einer Buslinie durch Griesheim zu prüfen, um den Anschluss an den lokalen Nahverkehr (Straßenbahn) zu verbessern.

Natürlich wäre eine Busanbindung, die dann noch im RMV integriert wäre, die allerbeste Lösung – denn dann könnte man mit einer Fahrkarte des RMV vom Hausweg oder Nordend bis nach Frankfurt fahren. Allerdings sieht die SPD-Fraktion die Erreichung dieses Ziels nicht in erreichbarer Nähe. Selbst wenn die DADINA eine Prüfung für die nächsten 5 Jahre zusagt, wird dies die innerstädtische Mobilität aktuell nicht verbessern.

„Straßenbahnverlängerung und Stadtbus sind Themen, die weit in die Zukunft reichen,“ erläutert NikoTsalikis, “wo es rund um Linienführung, Machbarkeit, Bedarfsanalyse und vor allen Dingen Finanzierung noch so viele Fragezeichen gibt, dass die Umsetzung noch lange nicht geklärt ist. Deshalb dürfen wir bei dieser Diskussion nicht stehen bleiben und darauf hoffen, dass die DADINA es schon richten wird.“ Die SPD-Fraktion suche stattdessen nach Möglichkeiten, unsere Mobilität innerhalb der Stadt hier und jetzt zu verbessern.

Mit dem vorhandenen System des AST sind wir in der Lage, relativ kurzfristig zu reagieren und für die Bürgerinnen und Bürger schnell und flexibel Verbesserungen zu erreichen – und das auch mit einem kleinen Budget, das bestimmt nicht vergleichbar ist mit den Kosten für einen Stadtbus. Möglichkeiten zur Verbesserung sieht hier die SPD nicht nur in einer Ausweitung der Betriebszeiten, sondern auch in dem Testen von festen Fahrstrecken (z.B. von der Stadtmitte aus bis ins Gewerbegebiet Nord), um die Bedürfnisse der Nutzer/innen zu klären.

„Wir sollten uns jetzt darauf konzentrieren, konkrete Verbesserung des Nahverkehrs innerhalb der Stadt zu erreichen.“, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sebastian Schecker, „Mit der Verbesserung des AST schlagen wir eine Lösung vor, die einfach ist und die wir mit unserem Haushalt finanzieren können. Alle anderen Lösungen wie Stadtbus oder Straßenbahnverlängerung können wir dann in Ruhe beraten.“