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„Hopper“ auch bald für Griesheim?

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Verkehrsgipfel zwischen Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg: Ein Schritt in die richtige Richtung

Beim Treffen des Arbeitskreises Umwelt der SPD-Fraktion gab es am 17.12. nur ein großes Thema und das war der Verkehrsgipfel, bei dem sich am Tag zuvor die Verkehrsexperten von Stadt Darmstadt und Landkreis getroffen hatten. „Dass hier Lösungen Stadt- und Landkreisübergreifend gesucht werden, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ erklärt Ingrid Zimmermann, Fraktionsvorsitzende der SPD und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität. „Und erfreulich ist auch, dass es Einigungen gab auf konkrete Projekte, die kurz- und mittelfristig angegangen werden sollen. Das sind gute Ergebnisse, die hoffentlich auch umgesetzt werden können.“

Die Mitglieder im Arbeitskreis diskutierten insbesondere die Schienenverbindungen, die man als Rückgrat der Verkehrswende aufbauen möchte und die für die direkten und schnellen Verbindungen geplant werden sollen. „Wenn hier noch der Bund mitzieht, die Förderungen erhöht und die Bedingungen dafür nicht so hoch schraubt, werden wir eine reelle Chance haben, auch den Ostkreis mit einer Straßenbahnverbindung anzubinden.“ erläutert Thomas Wolf, Mitglied im Ausschuss. Die Straßenbahn nach Weiterstadt sei fest eingeplant und für die Straßenbahnverlängerung in Griesheim sei wohl die Verbindung ins Ried favorisiert. Dazu werde auf jeden Fall ein Gutachten erstellt.
Als besonders interessant bewertete Zimmermann den Vorschlag, bereits kurzfristig – ab 2021 – einen „On-Demand-Shuttle“ für Darmstadt und den Landkreis einzuführen, bei dem insgesamt 75 Elektro-Vans in einem innovativen System die Zubringerfunktion zu den Haltestellen der Straßenbahn erfüllen sollen. Zur Zeit ist ein solches System mit dem Namen „Hopper“ bereits in der Stadt Offenbach in der Erprobung. „Das könnte vielleicht auch eine Lösung für Griesheim sein“, spekuliert Zimmermann, „denn man könnte die AST-Haltestellen, die im ganzen Stadtgebiet angelegt sind, nutzen und - wie in Offenbach - eine Anbindung an den RMV-Tarif erreichen. Die Haltestellen für ein Bussystem könnte man sich sparen und gleichzeitig sehr flexible Verbindungen innerhalb der Stadt aufbauen.“ Aber vielleicht werde ja auch die Machbarkeitsstudie für den Stadtbus in Griesheim, auf die zur Zeit alle warten, zu ähnlichen Ergebnissen kommen.
Gabriele Winter, SPD-Kreistagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, begrüßt die vereinbarten Maßnahmen ebenfalls und macht deutlich, dass nur ein gemeinsames Vorgehen, auch über Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus, den ÖPNV attraktiver machen wird. „Hinzu kommen möglichst umsteigefreie Verbindungen sowie bezahlbare Fahrpreise,“ ergänzt sie. „Deshalb fordern wir als SPD im Landkreis auch die Einführung eines Jahrestickets für 365 EUR für alle Nutzerinnen und Nutzer im Nahverkehr. Wir hoffen natürlich, dass wir eine der Modellregionen in Deutschland sein werden, in denen dieses Ticket angeboten wird,“ so Gabriele Winter abschließend.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Verkehrsexperten von Landkreis und Stadt bei weiteren Beratungen auch in anderen Verkehrsbereichen auf eine einheitliche Linie einigen können. Denn nur so kann die Verkehrswende gelingen. Es muss allerdings allen Beteiligten auch klar sein, dass für die Umsetzung dieser Projekte alle Kommunen große finanzielle Anstrengungen zu leisten haben. Deshalb sei es auch sehr wichtig, dass die Bürger in die Diskussion mit einbezogen und von Anfang an gut informiert würden.