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SPD Griesheim unterstützt Forderung nach einem 365-€-Ticket für den ÖPNV

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Die SPD Griesheim hat sich im Jahr 2019 in zwei erfolgreichen Veranstaltungen zu Mobilität und Klimaschutz in der Sozialen Stadt unter anderem auch mit der Zukunft des kommunalen ÖPNV befasst. Dabei haben wir bereits zu einem Zeitpunkt, als dies noch nicht auf der großen politischen Bühne spruchreif war, die Forderung eines günstigen Jahrestickets diskutiert und unterstützt. Mit großer Freude nehmen wir jetzt wahr, dass die DADINA und der RMV sich als Modellregion für das im Klimaschutzpaket der Bundesregierung von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) vorgesehene 365-€-Jahresticket beworben hat.

Bei dem 365-€-Jahresticket handelt es sich um die Möglichkeit für 1 € am Tag das ganze Jahr unbeschränkt den kommunalen ÖPNV zu nutzen. Im Ausland haben bereits andere Städte, wie zum Beispiel Wien, damit positive Erfahrungen gemacht. Die Zahl der Nutzer des ÖPNVs ist signifikant gestiegen, es gab weniger Autokolonnen die sich durch vollgestopfte innerstädtische Straßen quälen.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Schecker sieht in dem Ticket einen wesentlichen Bestandteil für eine sozial-ökologische Klimapolitik. „Wir Sozialdemokraten haben den Anspruch, Mensch und Umwelt zu vereinen und weder das eine noch das andere dabei über zu betonen. Es ist uns wichtig, dass es uns gelingt, den Klimawandel zu stoppen und dabei die Menschen mitzunehmen und nicht zu verschrecken. Denn das Einhalten der globalen Klimaschutzziele wird wesentlich davon abhängen, ob möglichst viele Menschen bereit sind, ihren individuellen Beitrag dazu zu leisten. Dies gelingt vor allem durch Anreize und weniger durch Verbote.“ Fahrverbote für bestimmte Autotypen in bestimmten Straßen lösen die Problematik daher nicht, sie führen nur zu einer Verlagerung. Wir lehnen solche Maßnahmen grundsätzlich ab. Der grüne Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt Jochen Partsch hat mit diesen punktuellen Maßnahmen weder dem gesamten innerstädtischen Klima noch dem Weltklima geholfen.

Ingrid Zimmermann, SPD-Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Umweltausschusses berichtet: „Wenn jetzt jemand mit einem alten Diesel von Griesheim ans Böllenfalltor fahren will, muss er verschiedene Umwege fahren und kann den direkten Weg nicht mehr nutzen. Davon profitieren zwar die Anwohner in der Hügel- und Heinrichstraße – dies geht aber zu Lasten anderer Anwohner und auch unterm Strich wird mehr CO2 und NOX ausgestoßen durch die Umwege.“ Es ist auch nicht zu erwarten, dass viele Bürger durch diese Verbote ihr Auto verkaufen oder stehen lassen.

OV-Vorsitzender Schecker hierzu: „Wir erkennen an, dass es für viele Menschen auch eine finanzielle Frage ist, ob sie mit dem Auto oder mit der Straßenbahn nach Darmstadt fahren. Wenn eine Familie mit 2 Eltern und 2 Kindern mit der Straßenbahn fahren möchte, haben sie über 15 € zu zahlen. So teuer sind selbst die großzügigsten Rechnungen über die regulären Kosten eines Autos nicht, als dass sie bei einem 2-3 stündigen Aufenthalt im Parkhaus und diesen fiktiven Kosten über 15 € kämen.“

Daher ist es wesentlich, dass Fahrkarten für den ÖPNV kein Luxusgut sind, sondern etwas, dass sich auch wirtschaftlich schwächere Menschen leisten können. 1 € am Tag innerhalb des gesamten Liniennetzes des RMV ist da eine gute Summe. Aktuell kostet eine Jahreskarte innerhalb Griesheims 446 € und nach Darmstadt 700 €. Das muss sich ändern.