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SPD kritisiert Einführung einer Einbahnstraße entlang der nördlichen Wilhelm-Leuschner-Straße

Fraktion

Von oben herab, ohne Bürgerbeteiligung und unüberlegt

Die Entscheidung der Kooperation im Bereich der nördlichen Wilhelm-Leuschner-Straße von der Freiligrathstraße bis zum Ostend eine Einbahnstraßenregelung einzuführen ging in der letzten Stadtverordnetenversammlung schnell über die Bühne. Die Kooperation war sich einig, was zu tun sei, und zog ihre Interessen durch.

„Bei zahlreichen Entscheidungen in unserer Stadt werden alle möglichen Experten – manchmal sogar mehrfach – zu Rate gezogen, um eine Entscheidung abzusichern“, kritisiert Fraktionsvorsitzende Ingrid Zimmermann, „aber hier entscheidet man einfach einmal aus dem „hohlen Bauch heraus“. Den Fahrradfahrern wird mehr Sicherheit versprochen und die Anwohner werden vertröstet, es sei ja schließlich nur ein Versuch!“ Es habe keine Diskussion im entsprechenden Ausschuss gegeben und auch die Anwohner seien im Vorfeld nicht gefragt worden. Warum wohl nicht? Gerade die Meinung der Betroffenen sollte man sich doch wenigstens im Vorfeld einer solchen Entscheidung anhören.

Die SPD-Fraktion befürchtet, dass diese Einbahnstraßenregelung für die Autofahrer nun deutlich höhere Geschwindigkeiten ermöglicht, denn der lästige Gegenverkehr fällt weg und auch die Parker sind nur noch auf einer Seite vertreten. Für die Fahrradfahrer wird daher die Fahrt durch diese Anliegerstraße nicht unbedingt sicherer, denn sie müssen bei entgegenkommenden Autos weiterhin ausweichen.

„Außerdem ist es völlig sinnlos, die Zufahrt zum Ärztehaus von dieser Einbahnstraßenregelung auszunehmen.“, beanstandet Fraktionsmitglied Thomas Wolf „wie sollen denn die Autos an dieser Stelle wieder wenden können? Das kann doch nur Chaos geben.“

Außerdem liege seit vier Jahren das Konzept zur Nahmobilität auf Eis, mit dem man eigentlich die Mobilität für Fußgänger und Fahrradfahrer in ganz Griesheim verbessern wollte und nicht nur an der nördlichen Wilhelm-Leuschner-Straße. Hier sei es ratsam, ein Gesamtkonzept zu entwickeln und nicht nur einzelne Straßen zu betrachten. Denn für die Gesamtmobilität sei schließlich auch der Verkehrsfluss entscheidend.

Die SPD-Fraktion hält diese Einführung einer Einbahnstraße – wenn auch nur zum Versuch – für eine unausgegorene Entscheidung.