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SPD will Verschattungsproblematik prüfen lassen

Fraktion

Basis für eine frühzeitige und sachliche Beratung mit Bürgern legen

Im letzten Stadtplanungsausschuss stand auch der Antrag der SPD-Fraktion auf der Tagesordnung, der Magistrat solle die Verschattungsproblematik für die bestehende Bebauung nördlich der Konversionsflächen (insbesondere in der Nachbarschaft zur Bebauung „Im dürren Kopf“) überprüfen lassen.

Diese Forderung bzw. der Wunsch nach Klärung in dieser Frage wurde sowohl von den Anwohnern vorgetragen, als auch im Rahmen der Bürgerbeteiligung in den Projektwerkstätten thematisiert.

„Mithilfe eines einfachen Programmes ist es jedem Architekturbüro möglich, ein 3-D-Modell einer zukünftigen Bebauung entstehen zu lassen und dann eine Software darüber zu legen, die von Januar bis Dezember den Sonnenverlauf simuliert.“, erläuterte Marija Arnold, Mitglied im Stadtplanungsausschuss, den Antrag ihrer Fraktion.

„Alles in allem kein großer Aufwand für einen Architekten, aber es würde bei vielen Anwohnern die Ängste nehmen, ob die zukünftige Bebauung auf der Konversionsfläche das eigene Grundstück beeinträchtigen kann.“

Es folgte eine heftige Diskussion mit Vertretern der Grünen und der CDU, die eine solche Darstellung zum jetzigen Zeitpunkt ablehnten. Man solle warten, bis schlussendlich ein Bebauungsplan vorliege, dann könne man immer noch die Verschattung prüfen lassen.

Für die SPD-Fraktion ist das deutlich zu spät, denn sind die Pläne einmal aufgestellt, ist es in der Regel schwierig, dem Bauherrn und Investor von einem Rückbau der Bebauung zu überzeugen.

„Lassen Sie uns frühzeitig und transparent die Probleme untersuchen und mit den Anwohnern und Bürgern im Rahmen der Bürgerbeteiligung diskutieren,“ forderte Ingrid Zimmermann. Die Ergebnisse könnten dann auch an die zu gründende Stadtentwicklungsgesellschaft weitergegeben und so frühzeitig in den Planungsprozess eingespielt werden. Das Nachnutzungskonzept weise konkrete Vorgaben auf (Grundstücksgröße, GFZ, GRZ und Geschosshöhe), mit denen schon heute ein 3-D-Modell erstellt werden kann. „Es ist dann unerheblich, ob das Gebäude einen Meter weiter nach rechts oder links rutscht, aber man kann erkennen, wie die neue Bebauung auf die bestehende trifft und wie das zusammen wirkt,“ erklärte Sebastian Schecker. Nichts anderes wolle man diskutieren.

Bereits der erste Entwurf für ein Konzept zur Bebauung der Konversionsflächen, der im August 2016 von dem Planungsbüro „raumwerk“ vorgelegt wurde, enthielt Planungsskizzen in 3-D-Form, aus denen die Höhe der geplanten Gebäude und ihre Anordnung auf den Grundstücken hervorging. Warum sollte diese Art der Darstellung also nicht auch bei dem jetzt vorliegenden Nachnutzungskonzept möglich sein, fragt sich die SPD-Fraktion.

Am Ende der Debatte wurde noch nicht über den Antrag abgestimmt, aber es wurde deutlich, dass die Mitglieder der Kooperation Bedenken haben, dass mit einer solchen Darstellung Kritik am Nachnutzungskonzept laut werden könnte oder neue Vorschläge entstehen ´könnten. Aber warum sonst beteiligen wir die Bürger an der Diskussion um die Gestaltung der Konversionsflächen? Die Stadt sollte alles tun, damit diese Diskussion fair und transparent geführt wird und alle Hilfsmittel anbieten, die dafür nötig sind. Für die SPD-Fraktion ist ein 3D-Modell mit Verschattungssimulation eine ganz wichtige Grundlage, um die Diskussion mit den Anwohnern und im Rahmen der Bürgerbeteiligung auf eine sachliche Grundlage zu stellen. „Wir wollen nicht die Ängste schüren nach dem Motto „Was kommt dabei wohl am Ende wieder einmal heraus?“, erklärte Thomas Wolf, SPD-Mitglied im Ausschuss, „ sondern wir wollen frühzeitig eine sachliche Diskussion führen und dabei muss es auch möglich sein, einzelne Aspekte des Nachnutzungskonzeptes kritisch unter die Lupe zu nehmen.“