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Ist das gerecht? Verpflegung in Kitas wird billiger

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Mit Beschluss der Mehrheit in der StaVo werden die Elternbeiträge für die Verpflegung der Kinder in den Kindertagesstätten ab dem 1.8.2017 deutlich sinken.

Nur noch 28 € müssen dann die Eltern z.B. für die Verpflegung eines Kindes in der Ganztagesbetreuung pro Monat bezahlen, für die Verpflegung einer verlängerten Betreuung nur mit Mittagessen dann 22,50 € (pro Monat). Für die Eltern sicherlich eine schöne Entlastung bei den Kosten für die Kinderbetreuung, aber was bedeutet das für die Stadt? 

„Wir lehnen die Senkung der Verpflegungskosten für die Eltern ab, denn hierbei handelt es sich doch eigentlich um eine private Leistung, die die Familie erbringen muss.“, erklärte Fraktionsvorsitzende Ingrid Zimmermann die ablehnende Haltung der SPD. „Eine Leistung, die der Stadt insgesamt ca. 500.000 € pro Jahr kosten wird. Dieser Betrag muss im nächsten HH eingespart werden.“

Wenn eine Familie ein Kind hat, muss sie es auch ernähren, diese Kosten entstehen also immer – egal ob ein Kind in der Kindertagesstätte oder zu Hause betreut wird. „Am Ende subventionieren wir hier eine private Aufgabe, denn für ca. 1,50 € pro Tag kann ich zu Hause kein Kind ernähren. Die Betreuung hingegen ist eine kommunale Aufgabe und hier können wir gerne darüber streiten, ob diese in Höhe von 30% (wie bisher) oder zu 25 % oder weniger durch Elternbeiträge gedeckt würden.“, so die Fraktionsvorsitzende.

Durch die Reduzierung der Verpflegungskosten werden insbesondere auch diejenigen Eltern entlastet, die einen Ganztagesplatz nutzen, oftmals zu zweit berufstätig sind und dadurch über mehr Geld verfügen. „Wenn wir als Stadt die Belastung der Eltern für die Kinderbetreuung reduzieren wollen, dann sollten wir insbesondere Familien mit weniger Geld entlasten und so für gerechtere Elternbeiträge sorgen“, meinte Karin Kümmerlein, stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss JSKS.