Auf dem Weg zur Klimaneutralität Griesheims

Veröffentlicht am 09.11.2021 in Presse

CDU-SPD setzt verstärkt auf Information und Bürgerbeteiligung

In der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität wurde ein erster Zwischenbericht zum Griesheimer Klimaschutzkonzept vorgestellt. Karin Weber vom Darmstädter Beratungsbüro „Infrastruktur und Umwelt“, das den Konzeptentwurf erstellte, zeigte den Ausschussmitgliedern, an welchen Stellen in der Stadt einerseits die meiste Energie verbraucht wird und andererseits die größten Potentiale zur Energieeinsparung stecken.

Zwar konnte in den vergangenen Jahren der Energieverbrauch in Griesheim – und damit auch der Kohlenstoffdioxidausstoß – pro Einwohner verringert werden. Allerdings ist dieser Reduktionserfolg durch die wachsende Zahl von Einwohnern und Gebäuden wieder aufgebraucht worden. Damit scheint Griesheim weit von der Klimaneutralität entfernt, die der Bundesgesetzgeber bis zum Jahr 2045 als Zielmarke definiert hat. Es stellt sich für die Stadtpolitik die zentrale Frage, was getan werden muss, um hier eine Trendwende zu erreichen und den Energieverbrauch in der Stadt zu senken.

Eines wurde beim Vortrag deutlich: Die Stadt selbst trägt mit ihren städtischen Gebäuden nur einen Bruchteil zum Gesamt-Energieverbrauch bei. In Griesheim sind es insbesondere die älteren Gebäude, die den Hauptanteil tragen, denn mindestens die Hälfte der Gebäude sind zwischen 1919 und 1978 erbaut, so dass hier auch die größten Potentiale zur Energieeinsparung beim Wärmeverbrauch der Gebäude gesehen werden. Die Analyse zu erneuerbaren Energien zeigte ebenfalls großes Potenzial im Bereich der Photovoltaik und auch Solarthermie für die klimaneutrale Stromerzeugung innerhalb der Griesheimer Gemarkung. In der Folge dieser Bestandsanalyse soll jetzt ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der mit einer begleitenden Bürgerbeteiligung konkrete Handlungsfelder für die Kommune identifizieren wird.

„Es ist gut, dass wir die ersten Weichen gestellt und bereits den Magistrat beauftragt haben, zu prüfen, auf welchen städtischen Liegenschaften die Installation von Photovoltaikanlagen und Solarthermie möglich und sinnvoll ist“ berichtet Hagen Novotny, Fraktionsvorsitzender der CDU. Außerdem seien in den vergangenen Jahren zahlreiche städtische Gebäude – beispielsweise Bürgerhäuser, Kirschberghalle und Sozialwohnungen am Kirschberg – energetisch saniert und gedämmt worden.

„Wenn wir unser Ziel, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden, ernst nehmen,“ erklärt Thomas Wolf von der SPD-Fraktion und Mitglied im Umweltausschuss, „dann müssen wir insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger für dieses Thema sensibilisieren und sie über die Möglichkeiten der Energieeinsparungen, der Wärmedämmung und der Nutzung erneuerbarer Energien aufklären. Denn bei der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Klimaschutzmaßnahmen haben wir durchaus noch Luft nach oben.“ Eine gute und richtige Entscheidung sei es daher gewesen, sich für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers zu entscheiden, denn es sei notwendig, dass es für den Klimaschutz in der Verwaltung einen koordinierenden Ansprechpartner gebe.

„Klimaschutz ist heute eine Querschnittsaufgabe, die bei allen Entscheidungen mitgedacht werden muss. Die Kommune hat eine Vorbildfunktion, aber auch die Aufgabe, die Bürger zu informieren und aufzuklären. Dabei kommt auch der Umweltbildung für die kleinsten Bürger in Kita und Schule ebenfalls eine wichtige Aufgabe zu“, ergänzte Novotny.

„Für die nächsten Jahre wird das Thema Klimaschutz ein Dauerthema für die Politik bleiben“, führte Wolf aus. „Wir müssen unsere Bemühungen zum Klimaschutz in unserer Stadt verstetigen und kontinuierlich dran bleiben. Nur so können wir auch die Trendwende hinbekommen und mit stetigen Energieeinsparungen klimaneutral werden.“

 

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